Brigitta Mazzone

Mitarbeiter im Interview: Die digitale Baubuchhaltung

Als Baubuchhalterin setzt sich Brigitta Mazzone in erster Linie mit Zahlen und Rechnungen auseinander. Dass das nicht einseitig ist, sondern viele verschiedene Aspekte beinhaltet, bestätigt uns die Teamleiterin im Interview. Darin erzählt Brigitta auch, wie sich die Baubuchhaltung durch die Digitalisierung verändert hat und was das für ihren Arbeitsalltag bedeutet.

 

Seit November 2013 arbeitest Du bei Gross in der Baubuchhaltung. Was begeistert Dich an diesem Bereich?

Das Thema Baubuchhaltung ist sehr facettenreich. Jede Rechnung wird genau überprüft, ob sie rechnerisch korrekt, mehrwertsteuerkonform und vollständig ist. Insbesondere bei Schlussabrechnungen kann dieser Vorgang sehr anspruchsvoll sein. Wir müssen genau nachvollziehen können, ob die Zahlen eines Unternehmers mit unseren Zahlen übereinstimmen. Dabei arbeiten wir eng mit der Projektleitung und Finanzbuchhaltung zusammen.

Wie hat sich die Baubuchhaltung in den letzten Jahren verändert?

Früher kamen die Rechnungen auf postalischem Weg und wurden in Papierform bearbeitet. Seitdem Gross auf «Papierarmes Büro» umgestellt hat, werden diese mit einem Barcode versehen, mittels Spezialscanner digitalisiert und im System abgelegt. Durch die Digitalisierung können viele Prozesse eingespart und vereinfacht werden. Die Bauleiter und andere Beteiligte können dezentral auf den Workflow zugreifen. Dadurch müssen Rechnungen nicht mehr zur Kontrolle versandt werden. Die Rechnungskontrolle, Fehlermeldung und allfällige Korrektur erfolgen vollständig digital. Nach Abschluss werden die Rechnungen zur digitalen Archivierung freigegeben.

Wie bewertest du diesen Workflow?

Das gesamte System ist zertifiziert und rechtsgültig. Die Daten werden doppelt gesichert und bleiben auch in Zukunft über die Suchfunktion schnell auffindbar. Somit wird das Archiv entlastet, was wiederum viele Ressourcen einspart und auch der Umwelt zugutekommt.

Inwiefern hat sich der Arbeitsaufwand durch diese Entwicklung verändert?

Der Arbeitsaufwand hat sich in einigen Bereichen reduziert. Es gibt beispielsweise weniger Ablagearbeiten, da die Programme diesen Schritt automatisch erfüllen.
Auch der ganze Kontrollmechanismus verläuft wesentlich effizienter. Gleichzeitig erhöht sich der Aufwand der digitalen Nachbearbeitung. Fehlende Daten können nicht mehr einfach mit einem Kugelschreiber ergänzt werden.

Was erwarten Bauherren und Unternehmer von einer professionellen Baubuchhaltung?

Auf Seiten der Bauherren wird von uns erwartet, dass die Rechnungen von Gross präzise kontrolliert und jederzeit eingesehen werden können. Der Prozess muss sowohl transparent als auch nachvollziehbar sein. Unternehmen verlangen in erster Linie, dass die Rechnungen pünktlich bezahlt werden. Was die Zahlungsmoral angeht, hat Gross einen guten Ruf.

Was schätzt du besonders an deiner Arbeit und Gross als Arbeitgeber?

Gross ermöglicht es, innerhalb der Vorgaben selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten. Als Arbeitnehmer kann man interne und externe Weiterbildungen absolvieren, um neue Perspektiven kennenzulernen. Dadurch ergeben sich auch Möglichkeiten zum Aufstieg. Vor drei Jahren wurde mir die Fachverantwortung für die Baubuchhaltung zugeschrieben und im letzten Jahr wurde ich zur Teamleiterin befördert. Als Teamleiterin bin ich die erste Frau, die eine solche Position besetzt. Darauf bin ich schon etwas stolz – zumal die Baubranche insgesamt, mit Ausnahme der Architektur, hauptsächlich noch von Männern dominiert wird.

Warum hast du dich dennoch für dieses Feld entschieden?

Ich finde es spannend zu sehen, wenn etwas Neues entsteht. Obwohl man in der Baubuchhaltung nicht so nah an der Entwicklung von Gebäuden ist, hat man doch das Gefühl, mit seiner Arbeit dazu beizutragen. Hin und wieder haben wir auch die Möglichkeit die Baustellen zu besichtigen. Das ist eine schöne Abwechslung zu meiner sonstigen Arbeit.

Wie gestaltete sich die Situation im Home-Office?

Home-Office funktioniert in unserem Bereich sehr gut, da wir bereits vor der Pandemie auf den digitalen Freigabeprozess umgestiegen sind. Dennoch mussten wir uns neu organisieren und genaue Abläufe festlegen. Der persönliche Austausch mit anderen Mitarbeitenden gestaltet sich im Büro natürlich einfacher. Mithilfe von Telefon und Teams funktionieren die Absprachen auch von zuhause problemlos. Was aber definitiv fehlt, sind die gemeinsamen Kaffee- oder Mittagspausen sowie die Gespräche mit Kollegen anderer Abteilungen.

Wählen Sie aus, welche Cookies Sie zulassen wollen.

Weitere Informationen

Cookies

Die Internetseiten verwenden teilweise so genannte Cookies. Cookies richten auf Ihrem Rechner keinen Schaden an und enthalten keine Viren. Cookies dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Cookies sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden und die Ihr Browser speichert.

Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind so genannte „Session-Cookies“. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Andere Cookies bleiben auf Ihrem Endgerät gespeichert, bis Sie diese löschen. Diese Cookies ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen.

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen der Cookies beim Schließen des Browser aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktionalität dieser Website eingeschränkt sein.