Schulhaus Integra Square, Wallisellen

IntegraSquare Wallisellen: Modernes Schulhaus mit idealer Ausstattung

Erfolg im zweistufigen Gesamtleistungsstudienauftrag

Projektbeschreibung

Um die Versorgung der Bevölkerung aufrechtzuerhalten, benötigt die Schulgemeinde Wallisellen ein neues Primarschulhaus mit Einfachturnhalle, Hort und Mittagstisch. Zur Umsetzung eines wirtschaftlich attraktiven Bauprojekts organisierte der Eigentümer des Grundstücks in Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde Wallisellen einen zweistufigen Gesamtleistungsstudienauftrag.

Durch die städtebauliche Einbindung, die innere Organisation des Gebäudes, die Nutzungsflexibilität sowie das attraktive Angebot gelang es Gross mit einem vielseitig aufgestellten Team den Gesamtleistungsstudienauftrag über zwei Stufen zu gewinnen.

Hohe Nutzungsflexibilität und urbane Eingliederung

Durch die zentrale Lage bildet das Schulgebäude das Herzstück des Quartiers. So wurde auf eine optimale Eingliederung in die bestehende Baustruktur besonders Wert gelegt. Eine grosse Herausforderung lag in der Organisation der verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten. Dennoch ist es dem Planerteam von Gross gelungen, die unterschiedlichen Räumlichkeiten mit der dazugehörigen Erschiessung unabhängig vom Schulbetrieb zugänglich zu machen.

Besonders viel Fingerspitzengefühl verlangt ausserdem die unmittelbare Nähe zu einer denkmalgeschützten Produktionshalle. Um den notwendigen Platz für das neue Gebäude zu schaffen, muss ein Teil der bestehenden Produktionshalle unter Betrieb zurückgebaut werden. So muss die Fassade in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz an einem neuen Standort rekonstruiert werden.

BIM-Planung macht Schule 

Gross Generalunternehmung AG plant zusammen mit dem Architekturbüro Galli Rudolf in Wallisellen eine Schule in einer dichten, zum Teil denkmalgeschützten Umgebung. Es wendet dafür eine 3D-Planung nach der BIM-Methode erfolgreich an und erfüllt die hohen Ansprüche, die diese architektonische Aufgabe an das Wissen und die Erfahrung der beteiligten Planer stellt.

Wie andere ehemalige Industrieareale in der Schweiz unterliegt auch das Integra-Areal in Wallisellen seit gut 15 Jahren einem grundlegenden Wandel. Wo über 100 Jahre lang Stellwerke gebaut wurden, werden die Weichen neu gestellt. Im Herzen der 40‘000 m2 entsteht zurzeit für die Kinder der in Wallisellen heimischen Familien die benötigte Schule, entworfen von Galli Rudolf Architekten AG ETH BSA. Die Gross Generalunternehmung hat in diesem Projekt die Funktionen des BIM-Managers und des BIM-Koordinators wahrgenommen.

Das Raumprogramm der Bauherrschaft sieht ein breites Spektrum an Nutzungen der Schule vor: Neben den zwölf Klassenzimmern und Räumen für den eigentlichen Unterricht ist die Schule ebenso als ein Ort für Sport, Spiel, Kultur, Freizeit und Erholung konzipiert.

Die Bauherrschaft hat von der Gross Generalunternehmung AG ein BIM-Konzept verlangt. In einem ersten Schritt wurden strategische wie strukturelle Fragen geklärt und anschliessend der BAP (BIM-Abwicklungsplan) sowie die technischen Richtlinien entwickelt. Die beiden Dokumente wurden vom gesamten Planungsteam angewendet und haben sich als projektstrukturierendes Instrument bewährt.

Was BIM wirklich bringt?
Gross Generalunternehmung und Galli Rudolf konnten dabei feststellen, dass der Mehraufwand, welchen die BIM-Methode in der früheren Planungsphase generiert, durch die spätere Einsparung kompensiert wird, was der Prognose der bekannten McLeamy-Kurve entspricht. Es ist schwierig, eine Kollision auf einem 2D-Plan mit Dutzenden übereinanderliegenden Linien zu diagnostizieren und die Suche nach einer befriedigenden Lösung führte früher oft zu langwierigen und fruchtlosen Diskussionen mit den Beteiligten. Heute wird anlässlich von ICE-Sessions das Thema auf dem 3D-Modell am Bildschirm besprochen. Dies schafft sofort Klarheit und Missverständnisse werden vermieden. Dies bedeutet jedoch auch, dass man zu einem früheren Zeitpunkt genauer Bescheid wissen muss.

Weitere Pluspunkte bietet das 3D-Modell, indem es die Daten für die Mass- und Mengenermittlung automatisch in Tabellen erfasst. Ferner ist es praktisch, wenn ortsunabhängig im Handumdrehen aus dem 3D-Modell ein Schnitt gezogen werden kann.

Im Projekt Neubau Schule IntegraSquare wurden die 3D-Modelle auch den Unternehmern zur Verfügung gestellt und durch diese für die Werkstattplanung genutzt.

Vertragsart

TU-Werkvertrag

Bauherrschaft

Integra Immobilien AG
8304 Wallisellen

Schulgemeinde Wallisellen
8304 Wallisellen

Architekt und Ingenieure

Architektur
Galli Rudolf Architekten AG
8003 Zürich

Bauingenieur
K2S Bauingenieure AG
8304 Wallisellen

Elektroingenieur
Mettler + Partner AG
8049 Zürich

H/L/S-Ingenieur
Concept-G AG
8400 Winterthur

Bauphysik
Raumanzug GmbH
8003 Zürich

Brandschutz
Brandschutzpartner GmbH
8600 Dübendorf

Kennzahlen und Fakten

Gebäudevolumen nach SIA 416
30.220 m³

HNF nach SIA 416
3.296 m²

Geschossfläche
6.720 m²

Auftragsvolumen
CHF 27.2 Mio. exkl. MwSt.

Termine

Baubewilligung
April 2020

Baubeginn
Juli 2020

Bauübergabe
Juni 2022

Grundsteinlegung am 17.08.2020

»Eine zeitgemässe Schule, die Schule als Lebensraum sieht«, so beschreibt Schulpräsidentin Anita Bruggmann das Primarschulhaus Integra Square, welches als Gemeinschaftsprojekt von Integra Immobilien und der Gemeinde Wallisellen umgesetzt wird. Bis Juni 2022 entsteht auf dem Wohn-, Gewerbe- und Industrie-Areal ein neues Primarschulhaus mit Einfachturnhalle und Tagesbetreuung. Bereits bestehende Baustrukturen werden optimal eingegliedert und verbinden sich mit dem Neubau zu einer attraktiven Lernumgebung.

Nachdem Gross AG den zweistufigen Gesamtleistungsstudienauftrag für sich entscheiden konnte, geht das Projekt mit grossen Schritten voran. Am vergangenen Freitag wurde die Grundsteinlegung in Anwesenheit von Anita Bruggmann (FDP), Adrian Oehler (CEO Integra Immobilien) sowie künftigen Schülerinnen und Schülern gefeiert. Um das historische Ereignis auch in Zukunft zu bewahren, wurde eine Zeitkapsel mit Wünschen der Schule bzw. der Grundeigentümer in den Grundstein eingelassen.

Die Gross AG ist für die Planung sowie die termingerechte Realisation als Gesamtleistungsanbieter beauftragt. Bei der Konzeption wurde auf die BIM-Methode gesetzt, die alle beteiligten Akteure in den Planungsprozess integriert und die Kommunikation durch digitale Vernetzung erleichert.

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