Mühle, Lenzburg

Mühle Lenzburg: Sanierung auf historischem Areal

Kurzbeschrieb

Im Spätsommer 2007 wurde die TU-Submission ausgeschrieben und nach intensiver Bearbeitung und starker Konkurrenz erteilte die Bauherrschaft den TU-Auftrag an Gross Generalunternehmung AG. Am 26. Februar 2008 starteten die Abbrucharbeiten. Von diesem Tag an wurde intensiv und ohne Unterbruch an der alten Mühle Lenzburg gearbeitet.

Das alte Mühlegebäude wurde vom Architekturbüro Hächler aus Lenzburg 1958 als Mischfutterwerk geplant und gebaut. Bis 1989 war die Genossenschaft Volg Nutzer des Gebäudes, von 1989 bis 1995 die Orador und ab 1995 die UFA AG.

Betrachten wir den Baukörper in seiner städtebaulichen Dimension: Er liegt in der Arbeitszone zwischen der Altstadt und der Industriezone, die bis unter die Brücke der Autobahn reicht. Eine ideale Lage für ein solches Gebäude. Positionierung und Grösse, die Nachbarschaft zum Stadtquartier und die gute regionale und überregionale Verknüpfung auf der peripheren Seite haben wohl den Ausschlag gegeben, dass die Firma Finnova AG als Mieterin gewonnen werden konnte. Selbstverständlich war der sorgfältige Umgang mit der bestehenden Bausubstanz, welche die Bauherrschaft im Dialog mit allen Beteiligten entwickelt hat, ganz entscheidend.

Aussenansicht der Mühle in Lenzburg

Für die Architektur Lenzburg hat sich nun die Möglichkeit ergeben, eine Stadtfront auszubilden, die bisher die schwache Achse entlang der Niederlenzerstrasse aufwertet und belebt, natürlich auch mit dem weiteren Entwicklungspotential der beiden Silotürme und der noch unbebauten Parzellenfläche.

Die intensive Bautätigkeit erforderte höchste Konzentration in der Ausführung. So wurden Abbruch-, Rohbau- und Innenausbauarbeiten teilweise im gleichen Geschoss zu gleicher Zeit ausgeführt. Die massive Betonkonstruktion, Fassade und Ständerkonstruktion erwies sich als sehr gute Voraussetzung für Umbau und Umnutzung. Die erdbebensichere Ausführung der Kernanlage mit Treppenhaus, 2 Liftanlagen und WC-Anlagen erforderte hohe Anforderungen an die Baumeisterarbeiten. Die Grundinstallationen gehörten zum TU-Auftrag. Die Bauherrschaft legte sehr grossen Wert auf die Wärmerückgewinnung.

Bauherrschaft, TU und Unternehmer unterstützten die Optimierung der Ressourcenbewirtschaftung in Zusammenarbeit mit dem Baudepartement Abt. Umwelt. Der Recyclingbaustoff aus alter Betonbausubstanz wurde als Kieskoffer unter dem Bodenbelag der Tiefgarage wieder verwendet. Die Aufbereitung konnte auf der Baustelle aussgeführt werden. Somit wurde ca. 285 Lastwagenfahrten (5700 km) oder 1995 Liter Dieselöl eingespart (Umwelt Aargau Nr. 42, Nov. 2008).

Architekt und Ingenieure

Architektur:
STUMP + PARTNER
Altstetterstrasse 161
8048 Zürich

Bauingenieur:
Bodmer, Matter, Healy
Dipl. Ing. Hoch- u- Tiefbau
Hohlgasse 68
5000 Aarau

Elektroingenieur:
Schäfer Partner AG
Bahnhofstrasse 13
5600 Lenzburg

Haustechnik:
Haustec Engineering AG
Güterstrasse 5
3072 Ostermundigen

Mieterausbau

Direkt durch Mieter Finnova Bankware AG realisiert

Kennzahlen

Umbauter Raum nach SIA:
Tiefgarage: 4.595 m3
Mühlegebäude: 27. 685 m3

Bruttogeschossfläche:
Tiefgarage: 1.625 m2
Mühlegebäude: 6.417 m2

Termine

Baubeginn:
02/2008

Übergabe für Mieterausbau:
11/2008

Bauende:
04/2009

Projekt- und Bauleitung

Projektleiter:
M. Steinegger

Bauleiter:
W. Fässler

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