Kurzbeschrieb
Planung und Bauverwirklichung
Nach dem Erfolg beim Gesamtleistungswettbewerb mussten die 200tel Wettbewerbspläne auf das Niveau Baueingabe gebracht werden. Diese intensive Phase in der Planung war geprägt von einer sehr effizienten und konstruktiven Teamarbeit. Parallel zur Erarbeitung der Baueingabe und zur späteren Ausführungsplanung erfolgten die Bemusterungen. Die anstehenden Bauherrenentscheidungen konnten mittels Entscheidungsterminprogramm phasengerecht erwirkt werden. Im Plan- und Bauprozess mussten die Forderungen „Minergie P Eco“ und „Gutes Innenraumklima“ jederzeit berücksichtigt und umgesetzt werden.
Einem geordneten und schlüssigen Bauablauf stand nach der Erarbeitung der Grundlagen nichts mehr im Wege. Durch eine umsichtige Vergabekultur konnte gemeinsam mit den Unternehmern ein Bau mit hohen Qualitätsansprüchen und hoher Nachhaltigkeit verwirklicht werden. Die Abnahmeprozedere, inklusive einem sehr aufwendigen integralen Test, wurden mit Bravour gemeistert. Dem Bundesamt für Bauten und Logistik konnte der Bau fristgerecht am 22. Juli 2013 nach 2 Jahren Bauzeit übergeben werden.

Gebäude
Der Auftakt für den Bundescampus Zollikofen bildet das 8-geschossige Verwaltungs- und Produktionsgebäude. In dem vorgelagerten Platz zur Bahnseite hin erfährt der Besucher eine mediterrane Stimmung. Diese wird durch den grosszügigen Mergelplatz sowie den Föhren und der Kolonnade verstärkt. Der 2-geschossige Gebäudesockel besteht aus dunkel eingefärbten Betonelementen und aussenbündigen Kastenfenstern. Diese Anordnung verleiht dem Gebäude einen städtischen Charakter. Die Metallfassade der oberen 6 Geschosse wirkt durch das Abkippen jeder zweiten Lisene wie ein Flechtwerk und erzeugt somit eine besondere optische Spannung.
Nach dem Betreten der Eingangshalle führt eine Treppe ins 1. Obergeschoss zur Wandelhalle. An dieser sind die Projekträume und Client Factory angeordnet. Die 6 Obergeschosse umfassen den begrünten Innenhof. Alle 750 Arbeitsplätze sind entlang der Fassade angeordnet. Durch die raumhohe Verglasung zusammen mit dem geölten Eichenparkett entsteht ein wohnliches lichtdurchflutetes Raumklima. Ebenfalls in den Obergeschossen angeordnet sind die Treffpunkte. Diese ermöglichen die Kommunikation in den Kurzpausen. Neben den Treffpunkten wird für die Verpflegung in der Kantine im EG gesorgt.
Bauherrschaft
Schweiz. Eidgenossenschaft, vertreten durch:
Eidg. Finanzdepartement EFD Bundesamt für Bauten und Logistik
3003 Bern
Architekt und Ingenieure
Architektur:
Liechti Graf Zumsteg Architekten ETH SIA AG
5200 Brugg
Bauingenieur:
Heyer Kaufmann Partner Bauingenieure AG
5400 Baden
Elektroingenieur/Sicherheitsplaner:
Herzog Kull Group
5000 Aarau
H/L/K/K/S-Ingenieur/MSRL-Planer:
Hans Abicht AG
Beratende Ingenieure für Energie und Gebäudetechnik
6300 Zug
Bauphysik:
BWS Labor AG
8408 Winterthur
Gastroplaner:
Gaplan GmbH
5303 Würenlingen
Verkehrsplaner:
Ballmer + Partner
5001 Aarau
Fassadenplaner:
Feroplan Engineering AG
8004 Zürich
Fachberater „Gutes Innenraumklima“:
Bau- undUmweltchemie
8037 Zürich
Projekt- und Bauleitung
Projektleitung:
Michael Götte
Marcel Steinegger
Bauleitung:
Fabio Madia
Sven Reuter
Hans Zürcher
Daniele Nardo
Kennzahlen
Umbauter Raum nach SIA:
95.000 m3
Bruttogeschossfläche:
30.000 m2
Termine
Gesamtleistungswettbewerb:
Rang 1: August 2010
Vertragsunterzeichnung:
24. September 2010
Baubewilligung:
Februar – Juni 2011
Baubeginn:
04/2011
Bauende:
07/2013