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Kirchliches Zentrum Aarau: Moderner Baukörper mit sakralem Charakter

Kirchliches Zentrum, Aarau

Projektbeschreibung
Kirche und Wohnraum im Herzen von Aarau

Der Kirchenraum mit Empore bietet insgesamt rund 220 Sitzplätze. Das barrierefreie Kirchengebäude beinhaltet verschieden Nebenräume und einen grosszügigen, offenen Eingangsbereich. Das Gebäude besticht durch eine raffinierte Lichtführung über Oberlichter und schmale Fenster in den Längsfronten, was im Kirchensaal einen sehr schönen, sakralen Charakter erzeugt. Die umfangreiche technische Ausstattung sorgt für ein angenehmes Raumklima. Die Beleuchtung kann jederzeit situativ angepasst werden. Aufwendige akustische Massnahmen waren notwendig, um die optimale Beschallung der Kirche sicherzustellen.

In einem weiteren Gebäudekomplex wurden verschiedene Wohnmöglichkeiten, bestehend aus Stadthäusern, Ateliers und Mietwohnungen geschaffen. Kirche und Wohnen zeichnen sich insgesamt durch sehr hohe Ansprüche an Qualität und Design aus. Das Kirchendach besteht aus einer aufwendig gefertigten Shedkonstruktion, teilweise aus geschwungenem Sichtbeton, teilweise mit mineralischen Akustikplatten verkleidet. Schlicht gehaltene, wertige Boden- und Wandbeläge, hochwertige Einbauten verbunden mit einem hohen Detaillierungsgrad, zeugen von hoher Baukunst.

Die Gross Generalunternehmung AG war in einem sehr frühen Stadium an der Projektentwicklung und an der Landsicherung beteiligt. Zur Aare hin erhält das Projekt einen aufwendig gestalteten Fassadenmantel mit grosszügigen, in gestockten Betonelementen gefassten Fensterbändern. Die ruhige, gegen Süden ausgerichtete Gebäuderückseite strahlt mit einer hölzernen Balkonschicht viel Wärme aus und bietet die Möglichkeit für Rückzug und Erholung.

Der unmittelbare Bezug zu den hölzernen Vorbauten der historischen Häuserzeile »Laurenzenvorstadt« wurde hier ganz bewusst hergestellt. Das lichtdurchflutete Kirchendach ist in alter Tradition und hoher Handwerkskunst in Kupfer verkleidet. Die Wohnungen und Stadthäuser erhielten den zertifizierten Minergie-Standard. Die kontrollierte Wohnraumbelüftung sorgt für ein angenehmes Raumklima, die Glasfaserschliessung für schnellen Datenverkehr. Die gewählten Materialien und Oberflächen sind harmonisch aufeinander abgestimmt, passen sich gut der Umgebung an und strahlen Eleganz und Wärme aus.

Die zentrale Lage stellt hohe Anforderungen an den Bauablauf und die Logistik. Die aufwendige Konstruktion und der hoch anspruchsvolle Ausbau verlangten den am Bau Beteiligten ein hohes Mass an Perfektion und Genauigkeit ab. Eine optimale Planung und Kommunikation aller Beteiligten ist bei einem solchen Projekt unabdingbar.

Realisierung

Gross General­unternehmung AG

Das Team von Gross am Standort Brugg übernahm den Auftrag als Totalunternehmer.

Weitere an der Planung beteiligte Unternehmen:
  • Architektur

    Schneider & Schneider Architekten ETH BSA SIA AG, 5000 Aarau

  • Landschaftsarchitektur

    Appert Zwahlen Partner AG, 6330 Cham

  • Bauingenieur

    healy + partner engineering ag
    dipl. Bauingenieure ETH/MSc SIA,
    5000 Aarau

  • Elektroingenieur

    Bhend Elektorplan GmbH, 5034 Suhr

  • H/L/K/S-Ingenieur

    Wittwer Krebs GmbH, 5200 Brugg

  • Bauphysik/Akustik

    Steigmeier Akustik + Bauphysik GmbH, 5400 Baden

Daten und Fakten

  • Bauherrschaft

    Gemeinde Reinach, 4153 Reinach, Basel-Landschaft

  • Gebäudevolumen nach SIA 416

    17.490 m3

  • Geschossfläche

    4.353 m2

  • Baubeginn

    September 2014

  • Bauübergabe

    Mai 2016

  • Auftragsvolumen

    ca. CHF 19 Mio.


So etwas baut man nicht alle Tage

Dass eine Kirche neu gebaut wird, ist in der heutigen Zeit ein selten gewordenes Ereignis. Wenn diese noch dazu eingebettet ist, in ein ästhetisch höchst anspruchsvolles, urbanes Gesamtkonzept, bekommt so ein Projekt eine herausragende Stellung.

Die Lage ist ideal. Direkt an der Aare, nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt und auch die Aare-Auen als Naherholungsgebiet sind schnell erreichbar. Um einen so privilegierten Platz weiter zu entwickeln, beginnt für Gross die Partnerschaft mit den diversen Bauherrschaften bereits bei der Landsicherung. In der darauf folgenden Gestaltung eines Konzeptes finden neben dem Sakralbau drei Townhouses, zwei Ateliers, zwölf Mietwohnungen und eine Einstellhalle ihren Platz im Ensemble.

Schon bei der Betrachtung der Architektur wird klar, dass irgendetwas anders ist. Man erahnt etwas Geistliches. Der Gebäudekomplex strahlt eine unglaubliche, fast zenartige Ruhe und Wärme aus. Für das Design konnte das Büro Schneider & Schneider Architekten aus Aarau gewonnen werden. Tonangebende Materialien sind Sichtbeton und Holz. Neben der klaren Linienführung nimmt die Gestaltung auch Bezug auf die Umgebung. Das bestehende historische Teehaus ist behutsam eingebettet. Die vorgebauten Balkone aus Holz korrespondieren mit den

Holzelementen der denkmalgeschützten Häuserzeile der Laurenzenvorstadt. Zur Aare hin geben grosszügige, in gestockte Betonelemente gefasste Fensterbänder den Blick auf den Fluss und die Umgebung frei.

Die ganz auf Form und Material reduzierte Ästhetik ist die zentrale Herausforderung dieses Gebäudes. Sichtbetonflächen und aufwendig konstruierte Betonteile erfordern absolute Perfektion bei der Verarbeitung. Schon bei den Vorarbeiten wird die spätere Qualität entschieden, denn Fehler sind kaum zu korrigieren. Daneben meistert das Team noch die im Innenstadtbereich üblichen Schwierigkeiten durch enge Platzverhältnisse und fehlende Lagermöglichkeiten.

Optimale Planung und Kommunikation führen ans Ziel. So werden die Wohnbereiche im Frühjahr 2016 planmässig bezogen und mit der Einweihung am 28. August durch Bezirksapostel Markus Fehlbaum auch das Gotteshaus seiner Bestimmung übergeben.

Leistungsumfang Gross: TU, Projektentwicklung sowie Vermarktung