Rehaklinik Bellikon
Seit der Eröffnung der Rehaklinik Bellikon im Juni 1974 hat die Rehabilitationsmedizin grosse Fortschritte gemacht. Trotz Erweiterung und laufender Sanierung der heutigen Bauten, genügten diese den zukünftigen Anforderungen einer modernen Klinik, speziell im Diagnostik-, Therapie- und Publikumsbereich, nicht mehr. Neben funktionalen und betrieblichen Aspekten, war es das erklärte Ziel, mit diesem Bauvorhaben weiterhin auf nationaler Ebene die führende Klinik in der Unfallrehabilitation zu bleiben.
Im Juni 2010 fiel der Entscheid im Architektur-Studienwettbewerb zugunsten der Planer und Architekten Burckhardt + Partner. Sie lieferten mit ihrem Projektvorschlag «Vitale» die beste Lösung: Hohe architektonische Qualität, die sich der Umgebung anpasst und dabei einen möglichst geringen Eingriff in die bestehende Bausubstanz erfordert, zeichnen dieses Projekt aus.
Die zusätzlichen Flächen und Nutzungen wurden in einem der Klinik vorgelagerten, dreigeschossigen Neubau untergebracht. Das neu gestaltete Foyer bildet durch seine zentrale Lage den Dreh- und Angelpunkt der gesamten Anlage. Es erstreckt sich als grosszügig verglaster Baukörper über den in die Topografie integrierten Neubau. Die Fassade erfüllt in ihrer Beschaffenheit die Minergie-P-Anforderungen bei gleichzeitiger Maximierung natürlicher Belichtung und somit Sicherstellung des Aussenraumbezuges.
Die grosse Funktionalität der medizinischen, therapeutischen und Pflege orientierten Bereiche, die hohe Nutzungsflexibilität und die gute Verbindung von den Pflegestationen zu den spezifischen Therapie- und Diagnostikbereichen sind ebenfalls bezeichndend für dieses Projekt.
Totalunternehmer im Auftrag der SUVA
Realisierung
Gross Generalunternehmung AG
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit der beiden Standorte von Gross Brugg und Wallisellen realisiert.
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ArchitekturBurckhardt+Partner AG, 8022 Zürich
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BauingenieurHenauer Gugler AG, 8021 Zürich
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ElektroingenieureErnst Basler + Partner AG, 8032 Zürich HKG Consulting AG, 5001 Aarau
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MSRL-IngenieureErnst Basler + Partner AG, 8032 Zürich HKG Consulting AG, 5001 Aarau
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H/L/K/K-IngenieureErnst Basler + Partner AG, 8032 Zürich büro349 GmbH, 8400 Winterthur
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Sanitäringenieure und FachkoordinationErnst Basler + Partner AG, 8032 Zürich W & Partner Fachkoordination AG, 8952 Schlieren
Daten und Fakten
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BauherrschaftSUVA, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern
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Umbauter Raum nach SIAUmbau: 102.300 m³
Anbau: 201.300 m³ -
BruttogeschossflächeUmbau: 22.188 m²
Anbau: 47.564 m² -
Auftragserteilung und Start der Ausführungsplanung30.06.2014 (Vertragsunterzeichnung)
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Baubeginn Umbau15.10.2014
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Baubeginn Neubau12.01.2015 (Rückbau Trakt 5-9/P)
März 2015 Aushubarbeiten -
BauübergabenNeubau: 26.03.2018
Umgebung: 08.06.2018 -
Auftragsvolumen
ca. CHF 228 Mio. exkl. MwSt.
Wohlgefühl, Modernität und Funktion in optimalen Ausmassen
Als Gross Wallisellen zusammen mit einem Partner als Arbeitsgemeinschaft die Vergabe des Totalunternehmerauftrags im Sommer 2014 für sich entscheiden konnte, war klar, das wird das grösste Projekt in der Geschichte von Gross. Als kurze Zeit später ein neuer Partner für das Zweiergespann gefunden werden musste, war Gross Brugg zur Stelle. Zum ersten Mal stemmen beide Standorte einen Auftrag gemeinsam. Nach gut drei Jahren Bauzeit kann das Ergebnis nun seiner Bestimmung übergeben werden.
Bereits im Frühjahr 2016 war der erste Meilenstein geschafft. Der Umbau des Gastronomiebereiches fand seine Vollendung. Schon hier war zu erkennen, was die Entwürfe der Architekten von Burckhardt+Partner AG vorsahen. Alles auf Zukunft. Zukunftsfähige Technologie, zeitgemässe Klarheit und eine Atmosphäre, in der sich Patienten und Besucher wohlfühlen. Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rehabilitation.
Grund für den Neubau war vor allem der Ausbau des medizinischen Angebots. Wichtiger Bestandteil der Therapie ist Sport und Bewegung. Im Neubau stehen hierfür eine grosszügige Sporthalle und die Wasserwelt mit dem Schwimmbecken bereit. Neben dem neuen Zentrum für Sport-Reha und Sportmedizin wurden auch Therapieräume für Hirnverletzte geschaffen. Hier werden Patienten mit Wohntraining auf den späteren Alltag vorbereitet.
Auch der Aussenbereich setzt ganz auf Wohlbefinden. Er um-fasst nahezu 7000 m². Neben einigen Bereichen für Therapien steht der Grossteil Patienten, Besuchern und Mitarbeitern gleichermassen zur Verfügung.
Das Projekt stärkte die beiden Unternehmen von Gross nachhaltig und half, sie weiter in die Zukunft zu entwickeln. Rund eine Viertel Milliarde Schweizer Franken wurden für den Um- und Neubau des Rehabilitationsklinikums veranschlagt. Da wundert es kaum, dass die Arbeiten daran den Alltag bei Gross während der vergangenen Jahre prägten.